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Hogarth, William (1697 London 1764). Sr. Hudibras his passing worth / The manner how he sally’d forth. Des Ritters Hudibras – englischer Don Quichote – und seines Knappen schwergewichtiger Auszug zu großen Taten, ergeben gegrüßt von einem zu Felde ziehenden Landmann, der dabei einer allein schon ob des Anblicks des Paares erschrockenen Marktfrau den Stand umwirft. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Plate 2. / Design‘d by W. Hogarth. / Engraved by T. Cook. / Published December 1st. 1801, by G & J. Robinson Paternoster Row London., ansonsten wie vor + 4 Vier-Zeiler-Untertext. 27,3 x 35,7 cm.
HUDIBRAS II. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher (1795-1803), dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker VII, 1912, S. 348/I) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben – die den somit selteneren HUDIBRAS meist überdies nicht enthalten – beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburgs fand. – Oben innerhalb des weißen Plattenfeldes geschnitten. Unterer und rechter Außenrand minimal stockfleckig. – Auf festem Papier, von schönstem Hell-Dunkel. – VON OPTISCHER SOUVERÄNITÄT . HUDIBRAS „ ist ein verpöbelter (englischer) Don Quijote , ein entgeisteter Rabelais “ (Laaths, Geschichte der Weltliteratur, 1953, S. 375), eine „satirische Geißel“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., III, 693/I) auf den politisch gerade abgehalfterten Puritanismus und das bekannteste Werk seines von Karl II. geschätzten Schöpfers, SAMUEL BUTLER (Streensham, Worcestersh, 1612/13 – London 1680), als Ergebnis seiner Eindrücke in Diensten des Cromwell’schen Colonels Sir Samuel Luke, „bei welchem religiöse und politische Sekten ihr Wesen trieben“ (Meyers). Unvollendet geblieben, erschienen die ersten beiden Teile des Epos 1663/64, ein dritter 1678, dann, vereint, langlebig durch die Jahrhunderte. In jeweils drei Gesängen
(Margrit Bachofen-Moser in Hogarth-Katalog Zürich, 1983, SS. 25 ff. bei Abbildung der großen Serie in teils abweichender Abfolge). Cook wiederholte die 12blätterige große Fassung zunächst formatgetreu, wie für das zweite Blatt denn auch hier vorliegend, Jahre später in einer volkstümlichen kleinen von nur ca. 14 x 17 cm Bildgröße. Die Hudibras-Folge – urteilen Thieme-Becker – ist für Hogarth’s „Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Hier liegt der Schlüssel zum Verständnis des Satirikers H. “ (Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler, Bd. XVII, 1924, S. 300/II). Und Austin Dobson in der Encyclopedia Britannica von 1911 :
Angebots-Nr. 14.726 / EUR 185. (c. US$ 270.) + Versand
– – – Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung, bei der der Untertext durch den Serientitel ersetzt wurde. Bezeichnet: Pl. II. / Hogarth pinxt. / HUDIBRAS. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, July 1st. 1807. Bildgröße 14 x 16,8 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten und dieser namentlich dreiseits in der Außenpartie leicht stockig bzw. gebräunt.
– – – Dasselbe in Hogarth’s Eigen-Radierung/Kupferstich von 1726 mit der Sayer-Adresse der 1768er Neuauflage und hier im Abdruck auf starkem Papier von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte
(„Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“). Bezeichnet: 2 (verlegerseits) / Wm. Hogarth Inven. et Sculp. / London Printed for Robt. Sayer, Map & Printseller, at No. 53 in Fleet Street., ansonsten mit Titel + Untertext. 27,3 x 34,7 cm. – Abbildung Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 2.
Weitere Einzelsujets der Folge in verschiedenen Qualitäten verfügbar.
(Mr. J. R. L., January 6, 2006) |